Der Magistrat der Stadt Bad Vilbel hat in seiner jüngsten Sitzung den Entwurf einer neuen Gestaltungssatzung für Werbeanlagen beschlossen. Ziel ist es hierbei, Gewerbetreibenden eine ausreichende Möglichkeit zur Bewerbung ihrer Güter oder ihres Betriebs zu geben, aber gleichzeitig eine geordnete städtebauliche Entwicklung zu beachten. Die Satzung ist nun im Gremiengang und muss abschließend von der Stadtverordnetenversammlung beschlossen werden.

„Die Stadt Bad Vilbel ist einem steten Wandel unterlegen, dies betrifft nicht zuletzt auch Gewerbetreibende, die Häuser sanieren, kaufen oder anmieten. Natürlich sollen diese die Möglichkeit zur Werbung erhalten, allerdings muss im Sinne einer gesunden städtebaulichen Entwicklung auch darauf geachtet werden, dass gestalterische Eingriffe zum Werbezweck nicht eine zu dominante Funktion im Straßen- und Stadtbild erhalten“, erklärt hierzu der Erste Stadtrat, Sebastian Wysocki, der für den neuen Satzungsentwurf verantwortlich ist. Sowohl bauliche Vorschriften, wie auch Größenvorgaben sollen künftig für ein einheitlicheres Bild bei Werbeanlagen sorgen. Diese sollen fortan bestenfalls im Einklang mit dem Stadtbild stehen und dieses nicht überlagern. „Wir haben größtes Verständnis dafür, dass man als Gewerbetreibender seine Produkte oder Dienstleistungen bewerben möchte. Aber als Stadt müssen wir auch darauf achten, dass ausufernde Werbeanlagen das Stadtbild nicht stören. Insbesondere soll die neue Satzung dazu beitragen, die Fremdwerbeanlagen zu begrenzen. Hierzu wurden entsprechende Radien gewählt, um diesem Wildwuchs Einhalt zu gebieten“, führt Wysocki weiter aus.

Vor allem auch im Bereich wichtiger Stadteingangs- und Durchfahrtsstraßen sind in den vergangenen Jahren verschiedene Werbeanlagen teils ungeregelt aus dem Boden geschossen und stören das Stadt- und Straßenbild durch Ausgestaltung, Dimensionierung und Häufung in erheblichem Maße. Bislang wurden lediglich anhand einer Zuordnung durch Gebietskategorien nach Baunutzungsverordnung Regelungen getroffen. „Der nun vorgelegte Entwurf ist nicht flächendeckend über das gesamte Stadtgebiet gelegt, sondern definiert fünf Zonen, in denen die Zulässigkeit, Dimensionierung und Gestaltung von Werbeanlagen, differenziert geregelt ist“, gibt der Erste Stadtrat zu verstehen.

Die alte Gestaltungssatzung für Werbeanlagen vom 29. August 2000 wird bei Beschluss der neuen Satzung für die Stadtverordnetenversammlung dann außer Kraft gesetzt, betrifft aber auch danach weiterhin die Regelungen zur Dachgestaltung.

Quelle: bad-vilbel.de

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